Stilles Gedenken in Stahnsdorf

Alljährlich im November zu Allerseelen oder zu Totensonntag besuchen viele Menschen die Gräber
ihrer verstorbenen Angehörigen. Am Volkstrauertag, in diesem Jahr am 15. November, wird in ganz
Deutschland so auch in Stahnsdorf der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Auf Initiative
des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge begann man nach dem I.Weltkrieg mit
unterschiedlichen politischen Zielen die deutschen Opfer mit Kranzniederlegungen und
Trauerveranstaltungen zu ehren. Im Jahr 1934 erklären die Nazis den Volkstrauertag zum gesetzlichen
Feiertag. Aus stillem Totengedenken wurde Stolz und Heldenverehrung. 1952 erhielt der
Volkstrauertag in der Bundesrepublik den Status eines gesetzlichen Gedenktages an Kriegstote und
Opfer von Gewalt in der ganzen Welt. Üblicherweise findet im Bundestag die zentrale Gedenkstunde
statt. Auch in Stahnsdorf trifft man sich schon seit vielen Jahren am Dorfplatz zur Kranzniederlegung
und Rede des Bürgermeisters. Auf dem Stahnsdorfer Südwestkirchhof, auf dem 4000 deutsche
Kriegsopfer und 2800 britische und italienische Kriegstote des I.Weltkrieges bestattet sind, findet
traditionell eine Kranzniederlegung mit Reservisten der Bundeswehr, dem britischen Heeresattache`,
den Veteranen der Britischen Legion und dem Bürgermeister statt. Coronabedingt finden diese
Veranstaltungen diesmal nur als stilles Gedenken statt. Der Stahnsdorfer Heimatverein ruft alle
Einwohner auf, mit einem individuellen Besuch an diesen Gedenkstätten und an den anderen
Gedenkorten wie dem VVN- Ehrenmal am Friedrich Weißler-Platz, den Stolpersteinen für das
jüdische Ehepaar Scheidemann oder dem Gedenkstein für die Widerstandskämpfer John Graudenz und
Anni Krauss in der Bosch-Siedlung ein Zeichen gegen Krieg, Gewaltherrschaft und Völkerhass zu
setzen.

Dr. Hans-Joachim Koch

Vorstandswahl des Vereins mit neuem Vorsitzenden

Turnusgemäß wählte der Stahnsdorfer Heimatverein e.V. am 21. Oktober 2020 einen neuen Vorstand. Der langjährige Vorsitzende Herr Jürgen Böhm wurde mit großem Dank und Blumen aus diesem Amt verabschiedet.  Sein  Einsatz für den Verein wird nicht nur von den Mitgliedern gewürdigt, sondern der Bürgermeister Herr Albers verlieh ihm in 2019 die Ehrennadel der Gemeinde Stahnsdorf. Dabei wurde besonders die Herausgabe der Chronik „Geschichte (n) aus 750 Jahren Stahnsdorf“ hervorgehoben.

Als neuer Vorsitzender wurde Herr Mirko Heilmann gewählt, vielen Stahnsdorfern schon durch seinen Beruf gut bekannt.  Der überreichte Blumenstrauß  verschönt hoffentlich seinen durch Corona beeinträchtigten Anfang als Vorsitzender. Sehr gern hätte er viele Stahnsdorfer zu den  Veranstaltungen  des Heimatvereins,  Lebendiger Adventskalender und Tag der Offenen Tür, begrüßt. Die Mitglieder und der Vorstand wünschen Herrn Heilmann viel Glück und Erfolg in seinem neuen Amt.

Herzlichen Dank der Gemeinde Stahnsdorf für die Überlassung des Gemeindevertretersaals zur Durchführung unserer Mitgliederversammlung während dieser schwierigen Zeit.

Renate Oppermann

 

Zu Gast im Stahnsdorfer Heimatverein

Am 05.10.2020 trafen sich 8 Gäste der Stahnsdorfer Seniorenbegegnungsstätte an der Bahnhofstraße, um von Dr. Koch und Herrn Böhm bei einem Spaziergang Informationen zur Geschichte der Friedhofsbahn zu erhalten. Mit etwas Fantasie kann man sich vor Ort durchaus noch den Bahnhof und seine damalige Funktion vorstellen. Umso lohnender war nach einem kleinen Spaziergang durch das neue Wohnviertel an der Zillestraße und durch den Zillepark die Erklärung am Modell des Bahnhofs in den Räumen des Heimatvereins im Ahornsteg. Daran nahmen nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken insgesamt 11 Gäste und weitere Mitglieder des Heimatvereins teil. Groß war auch das Interesse an den gezeigten Fotos und Dokumenten. Einig war man sich darin, dass man die Erinnerung an die 1961 stillgelegte S-Bahn-Stecke wachhalten sollte, auch wenn im Moment keine reale Möglichkeit zur Wiederbelebung der Friedhofsbahn besteht.

Dr. Hans-Joachim Koch

 

 

Wichtige Infos

Auf Grund der derzeitigen pandemiebedingtenten Infektionsschutzverordnungen finden keine Veranstaltungen in unseren Räumlichkeiten statt.

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